Prof. Dr. Dieter Rössner

Jahrgang 1945; Schulzeit in Backnang; nach dem Wehrdienst Studium der Rechtswissenschaften in Tübingen als Stipendiat der Studienstiftung; Referendarzeit in Tübingen; daneben 3 jährige Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent am Kriminologischen Institut der Universität Tübingen. Promotion (1975) und Habilitation für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie (1985) bei Jürgen Baumann in Tübingen. Verheiratet seit 1970. 3 Töchter. Interessen und Aktivitäten: Moderne Kunst. Mountainbike und Rennrad; Tennis und Basketball.

Berufliche Laufbahn: 1976 bis 1983 praktische Tätigkeit im baden-württembergischen Justizdienst als Zivilrichter am LG Tübingen, Staatsanwalt und Referent im Justizministerium (Abteilung Strafvollzug). 1983 bis 1985 Richter im Hochschuldienst an der Universität Tübingen mit strafrechtlichen Lehr- und Forschungsaufgaben. 1985 Ruf auf eine Professur an der Universität Lüneburg. Ab 1988 bis 1993 Inhaber der Professur für Strafrecht und Kriminologie an der Universität Göttingen und danach bis 1997 eines entsprechenden Lehrstuhls in Halle zum Aufbau der dort wiedergegründeten juristischen Fakultät (u. a. Dekan). Von 1997 bis 2012 Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, und Kriminologie an der Philipps-Universität Marburg, seit 2001 Direktor des Instituts für Kriminalwissenschaften Marburg und von 2006 bis 2006 Studiendekan.

Berufsbezogene Tätigkeiten: Seit 1985 Vorsitzender des Berufungsausschusses für Ärzte und Psychotherapeuten bei der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg – Regierungsbezirk Tübingen – mit Vertretung des Ausschusses vor den Sozialgerichten. Lehrveranstaltungen zum Vertragsarzt- und Medizinrecht an der Universität Marburg und 2004 – 2008 beim „Executive MBA Health Care Management“ für Führungskräfte im Gesundheitswesen Lehre an Dozent beim TOA-Servicebüro und im Studiengang „Mediation“ der Fernuniversität Hagen. Entsprechende Mitwirkung auch im Zusatzstudium „Sportrecht“ in Hagen. Seit 1985 Mitglied der Arbeitsgruppe AlternativEntwurf deutscher, schweizerischer und österreichischer Strafrechtslehrer. 1991 bis 2001 arbeitete er u. a. als Präsident im Vorstand der Neuen Kriminologischen Gesellschaft u. a. als Präsident. 2004/05 Mitglied der Rechtskommission des deutschen Sports zur Erörterung eines Anti-Dopinggesetzes. Seit 2005 Vorsitzender des Landespräventionsrats in Hessen.

Wissenschaftliche Arbeitsbereiche: Strafrechtliche Sanktionen und Straftheorie, Jugendstrafrecht, Strafvollzug und Strafprozessrecht. Gewaltforschung. Kriminalprävention. Täter-Opfer-Ausgleich. Psychiatrische und psychologische Sachverständige im Strafverfahren. Sanktionen im Sportrecht. Nähere Informationen insbesondere zu den zahlreichen Veröffentlichungen finden sich auf der Homepage.

Veröffentlichungen für die Justizpraxis:Dölling/Duttge/Rössner, Handkommentar zum Gesamten Strafrecht, 2. Aufl., 2011
Meier/Rössner/Trüg/Wulf, Handkommentar zum Jugendgerichtsgesetz, 2011
Meier/Rössner/Schöch, Jugendstrafrecht, Beck, Grundriss, 3. Aufl. 2012
Rössner, 30 Probleme aus dem Strafprozessrecht, 2. Aufl. 2007
Autor im von Kröber/Dölling/Leygraf/Sass herausgegebenen Handbuch der Forensischen Psychiatrie, Band 1, 2007
Autor im Handbuch „Sportrecht in der Praxis“, Verlag W. Kohlhammer 2012

Tätigkeits- und Interessensschwerpunkte: Strafrecht einschließlich Jugendstrafrecht und Nebenklage; Medizin- und Vertragsarztrecht; Sportrecht; Mediation.

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